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Der Pferdemann und ich, Szenen wie in der Tanzstunde

 Heute waren wir auf dem Reitplatz, weil die Waldwege so dermaßen matschig und rutschig sind, das es uns keinen Spaß macht, dort auszureiten.

Ich habe heute erstmals das vorhandene Reitpad aufgelegt, um mal zu schauen, wie es sich denn damit so reitet. Sonst haben wir ja immer den schweren Westernsattel drauf, der allein ja schon über 12 kg wiegt, da wollte ich heute mal reiten light probieren.

Wir haben eine Aufstiegshilfe, die wir für die größeren Pferde  benutzen, oder eben wenn ohne Steigbügel, Sattel geritten wird. Chili stellt sich vorbildlich davor auf, seine Besitzerin hat ihm das gut beigebracht. Ich steige auf und kann ganz bequem auf seinen Rücken rutschen. Fühlt sich gut an. Aber alles andere fühlt sich völlig fremd an. 

Erstens hab ich ganz schwere Gummistiefel an, die mir ein komisches Gefühl auf dem Pferd geben und dann ist das Treiben mit den Beinen plötzlich so anders. Ich fand es anstrengend. Und ich habe sehr meine hintere Oberschenkelmuskulatur gespürt, mit der ich vermehrt getrieben habe, weil der Pferdemann heute ein wenig müde daher schlurfte.

Schritt und Trab haben gut geklappt und Schenkelweichen und Schulterherein waren einfach hervorragend. Er reagiert sehr fein auf alle Schenkelhilfen.

Als ich das Signal zum aufhören gegeben habe, also nicht mehr aktiv geritten bin, sondern in einfach gehen ließ, wohin er mochte, ist er mit mir wieder zur Aufstiegshilfe gegangen, hat sich vorbildlich positioniert, damit ich wieder bequem absteigen konnte. Er ist einfach so schlau in seiner Faulheit. Er macht einem immer gute Angebote, wenn es darum geht, sich nicht zu sehr anstrengen zu müssen. Also bin ich abgestiegen in aller Ruhe, habe ihm die Trense aus dem Maul genommen und das Pad vom Rücken und er durfte machen, was er wollte. Er ist einfach stehen geblieben. Ach Chili, Du bist einfach unvergleichlich.




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