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Es werden Posts vom Dezember, 2020 angezeigt.

Auf den letzten Metern von 2020

 Was wichtig war in diesem Jahr, für mich im Lockdown und diesen verrückten Zeiten, war das Pferd, die Natur, die gute Luft und die Bewegung. Ohne all das, wäre ich glaub ich durchgedreht.  Als freiheitsliebender Mensch, fällt es mir enorm schwer, mich weiteren, für mich oft nicht nachvollziehbaren Anordnungen, . die mich einschränken in meiner persönlichen Freiheit,´ zu unterwerfen.  Zum Glück steht das Pferd privat und in einer kleinen Gruppe, so daß ich immer, wenn mir nach Pferd war, auch dorthin konnte. Und das war verdammt oft.  Und zum Abschluß für mein Wendyjahr, Leben im Stall, war ich gestern noch im ersten erwähnbenswerten Schnee für diesen Winter einen schönen Spaziergang, Seite an Seite mit dem Pferd. machen. Eine Extraportion Lieblingsfutter mit Möhren gemischt, als Dankeschön und neue warme, wasserdichte Gummistiefel aus Naturkautschuk, die echt klasse sind haben unseren Tag jeweils perfekt gemacht.

Erfahrungen mit Spaziergängern, Radfahrern und anderen Waldspaziergängern aus Pferdesicht

 Vor dem Frühjahr diesen Jahres hatten das Pferd und ich vormittags den Wald so gut wie allein für uns.  Ganz selten mal trafen wir auf einen oder auch mal zwei Spaziergänger, evtl. mit Hund.  Oder mal auf einen einzelnen Radfahrer. Das hat sich 2020 seit dem ersten Lockdown in der Geschichte sehr geändert. Um Ostern herum war der Wald plötzlich voll mit Eltern und Kindern. In den abgelegensten Ecken, auf unseren Schleichwegen, die sonst nur das Pferd und ich betreten, saßen plötzlich Menschen auf ausgebreiteten Picknickdecken und vertrieben sich die Zeit im Freien. An dem Bach, den wir bei jedem Ausritt durchreiten müssen, um in den Wald zu kommen, war jedes Mal die Hölle los. Immer war eine Horde Kinder und Erwachsene am Bach und saßen am Ufer , oder auch gern mal im Bach, je nach Außentemperatur und Sonnenstand. Wenn wir dann da vorbei kamen, wurden wir immer angeschaut, wie Außerirdische. Ein Pferd und eine Reiterin , das war aber mal spannend.  Was...

Der Winter mit dem Pferd lädt ein zum gemeinsamen wandern

 Wenn es so richtig klirrend kalt ist, wird es einem auf dem Rücken vom Pferd auch nicht viel wärmer. Klar man kann sich eine Decke mitnehmen zum Ausreiten und die über die Beine legen, aber die Muskulatur des Reiters wird schnell kalt und steif, vor allem am Oberkörper. Es ist die ideale Zeit neben dem Pferd zu sein. Das verbindet nochmal ganz anders. Das Pferd fühlt sich sichtbar wohler, wenn wir Seite an Seite gehen und ist ziemlich entspannt, egal wie kalt es gerade ist. Diese Woche bin ich mit der Doppellonge im Gelände gewesen. Das hat mich echt ins Schwitzen gebracht. Das Pferd ist ähnlich, wie vor der Kutsche  mit ganz langen Zügeln und einem Longengurt quasi eingespannt, und ich gehe mit Zügelführung hinter dem Pferd, oder seitlich davon. Je nach dem.  Chili legt sich in die Zügel und hat einen doppelt so schnellen Schritt wie sonst üblich, tritt gewaltig mit der Hinterhand unter und ich hab Mühe, Schritt zu halten. Es macht ganz viel Spaß mit ihm, er macht es ga...

Im Winter ist alles ein bisschen anders

Es ist knackig kalt. Ich kann den Atem vom Pferd in der Luft sehen und an seinen Tasthaaren haben sich kleine Eiskristalle niedergelassen. Diese Zeit mit dem Pferd draussen, ist etwas ganz besonderes. Ein sehr hohes Aufmerksamkeitsgefühl geht vom Pferd aus. Es scheint auch alles deutlicher und lauter zu sein, im Wald. Selbst ich höre mehr und fühle auch irgendwie mehr. Die Blätter fehlen und nehmen nicht, wie in den anderen Jahreszeiten alles ein bisschen in sich auf. Jedes Knacken neben oder hinter uns registrieren wir, ich muss mich ständig daran erinnern, nicht die Luft anzuhalten, um zu horchen. Das macht mein Pferd schon. Also fange ich an, ein Weihnachtslied zu singen und treibe ihn ein bisschen vorwärts.  Er mag meine Lieder und lässt sich ablenken davon.  Ich fühle mich zu dieser Jahreszeit mit dem Pferd und der Natur noch mehr verbunden. Weil nichts ablenkt in der Stille.