Es ist knackig kalt. Ich kann den Atem vom Pferd in der Luft sehen und an seinen Tasthaaren haben sich kleine Eiskristalle niedergelassen.
Diese Zeit mit dem Pferd draussen, ist etwas ganz besonderes. Ein sehr hohes Aufmerksamkeitsgefühl geht vom Pferd aus. Es scheint auch alles deutlicher und lauter zu sein, im Wald. Selbst ich höre mehr und fühle auch irgendwie mehr. Die Blätter fehlen und nehmen nicht, wie in den anderen Jahreszeiten alles ein bisschen in sich auf.
Jedes Knacken neben oder hinter uns registrieren wir, ich muss mich ständig daran erinnern, nicht die Luft anzuhalten, um zu horchen. Das macht mein Pferd schon. Also fange ich an, ein Weihnachtslied zu singen und treibe ihn ein bisschen vorwärts.
Er mag meine Lieder und lässt sich ablenken davon.
Ich fühle mich zu dieser Jahreszeit mit dem Pferd und der Natur noch mehr verbunden. Weil nichts ablenkt in der Stille.

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