Wenn es so richtig klirrend kalt ist, wird es einem auf dem Rücken vom Pferd auch nicht viel wärmer. Klar man kann sich eine Decke mitnehmen zum Ausreiten und die über die Beine legen, aber die Muskulatur des Reiters wird schnell kalt und steif, vor allem am Oberkörper.
Es ist die ideale Zeit neben dem Pferd zu sein. Das verbindet nochmal ganz anders. Das Pferd fühlt sich sichtbar wohler, wenn wir Seite an Seite gehen und ist ziemlich entspannt, egal wie kalt es gerade ist.
Diese Woche bin ich mit der Doppellonge im Gelände gewesen. Das hat mich echt ins Schwitzen gebracht. Das Pferd ist ähnlich, wie vor der Kutsche mit ganz langen Zügeln und einem Longengurt quasi eingespannt, und ich gehe mit Zügelführung hinter dem Pferd, oder seitlich davon. Je nach dem.
Chili legt sich in die Zügel und hat einen doppelt so schnellen Schritt wie sonst üblich, tritt gewaltig mit der Hinterhand unter und ich hab Mühe, Schritt zu halten. Es macht ganz viel Spaß mit ihm, er macht es ganz toll und ist gut lenkbar, auch um Bäume und andere Hindernisse herum. Und ich bin gut durchwärmt und wenn wir wieder zum Stall kommen, dampfen wir Beide um die Wette.
Wir trainieren weiter an unserer Kondition, weil wir ja im nächsten Jahr mit dem Wanderreiten beginnen wollen. Dazu muss ich mindestens so fit sein, wie das Pferd.
Ein ganz wunderbares Abenteuerbuch mit guten Tipps zum Wandern mit dem Pferd ist "Merci Liberté" von Tanja und Bettina alias Nativhorses. Die Beiden haben sich von Frankreich aus mit 2 Mustangs und einem spanischen Pferd aufgemacht und sind mit Zelt und allem Zubehör einfach losgewandert. Ein wunderschönes Buch, für das ich an dieser Stelle einmal *unverlangte Werbung* machen möchte.

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