Heute mal ein paar Gedanken übers älter werden.
Wenn ich es an einem Ereignis festmachen soll, war es der Tod von meinem Hund Winslow vor einem Jahr.
Das erste Mal in meinem Leben konnte ich mich nicht mehr richtig davon erholen. Ich hab mich total schwach gefühlt, als er starb und am nächsten Tag bekam ich Corona.
Es hat mich eine Woche umgehauen und die Trauer hat mich in eine gewisse Abschlussphase gebracht.
Ein Teil von mir ist tatsächlich mit Winslow gestorben, davon bin ich heute fest überzeugt.
Selbst mein Pferdemann Chili konnte mich aus diesem Zustand nicht richtig rauskriegen.
Es war mehr als sonst passiert, ich kann es nicht wirklich benennen, aber es hatte sich ein kompletter Lebensabschnitt mit dieser Zeit verabschiedet. Das erste Mal spürte ich, daß ich mich nicht mehr so leicht aufraffen konnte. Und das hat nichts mit Corona zu tun, daß war symptomatisch nach 2 Wochen komplett erledigt.
Ich bin jetzt 64 und alles in mir sagt, mach mal ein bisschen langsamer. Und ich merke an den Tagen, an denen ich erst mit Bambi den morgendlichen 90 Minuten Walk durch den Wald gemacht habe und dann noch mit Chili 2 bis 3 Stunden verbracht habe, bin ich platt.
Und ich höre auf meinen Körper, er ist schließlich das Haus meiner Seele, um es mal spirituell zu benennen. Die Erkenntnis hat mich ziemlich getroffen .
Ab jetzt wird es nicht mehr besser, sondern ich muss meinen Tag meinem Körper unterordnen . Autsch, für jemanden wie mich, der immer über viel Energie verfügt hat, eine harte Wahrheit.
Jetzt lerne ich, gut für meinen Körper zu sorgen, was ich eigentlich schon beim ersten Burnout gelernt habe, aber noch ein bisschen mehr eben.
Es ist okay, und ich lerne gerade, mich in diesem für mich neuen Zustand einzurichten.

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