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Das Leben stellt Dir immer mehrere Möglichkeiten

....zur Verfügung.  Aber die Entscheidung triffst Du hoffentlich aus dem,  was Du bisher vom Leben lernen durftest. 

Als ich vor 5 Jahren die Suchanzeige nach einem zuverlässigen Pferd zum Ausreiten aufgegeben habe, bekam ich genau 2 Antworten.  

Die eine war die Besitzerin von Chili, bei der wir gleich die Pferde von der Weide eingesammelt,  geputzt, gesattelt und losgeritten sind. Es war unspektakulär,  von Seiten der Besitzerin und Chili. Es hat sofort geklappt und bei mir gezündet. 

Das andere Pferd hatte eine große Gebrauchsanweisung im Gepäck. Ja er wäre länger nicht geritten worden und man solle doch erst mal mit Bodenarbeit anfangen und bla bla bla. Keiner von den Damen, Mutter und 2 Töchter, wollten sich draufsetzen.

Nach längerem fragen kamen unschöne Erlebnisse zur Sprache,  die darauf hingewiesen haben, daß dieses Pferd derzeit alles andere als ein zuverlässiges Ausreitpferd war.

Ich hatte mich aber nicht als zahlende Bereiterin beworben. 

Es gab Zeiten in meinem Leben,  da hätte ich mich für das problematische Pferd entschieden,  allein um mir wieder mal zu beweisen,  daß ich nicht gut auf mich aufpassen kann. Das bei mir die armen, unverstandenen Lebewesen,  daß zog sich bei mir auch in den Freundeskreis mit rein, bestens aufgehoben und umsorgt waren.

Doch diesmal hab ich mich richtig entschieden. Und im wahren Leben mache ich jetzt auch gern einen Bogen um die unverstandenen Männer und Frauen.  Um die Opfer, die immer einen Retter suchen. 

Chili hat mich soviel über das Wesen Pferd gelehrt und mir geduldig die Zeit gegeben,  reiten zu lernen ,meinen Mut nicht mit Selbstüberschätzung zu verwechseln. 

Wir kommunizieren wirklich miteinander.  Weil wir einander zuhören und versuchen,  den anderen zu verstehen. 

Ich habe gelernt, weniger zu quatschen,  sondern zuzuhören. Da lerne ich am meisten und erfahre auch  die wichtigsten Dinge.  

Gar nicht so einfach,  für jemanden,  der darauf konditioniert wurde, das Gespräch immer und um jeden Preis im Fluss zu  halten.

Beobachten und zuhören was der andere wirklich zu sagen hat.  Das ist die Quintessenz. 






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