Ich verbringe jetzt mehr Zeit mit den Pferden auf der Weide. Einfach da sein, sie beobachten, vielleicht mal ein bisschen überputzen. Alles freiwillig, ohne Halfter. Ich biete es an, und da das Fell im Augenblick sehr juckt, durch den Wechsel, wird es gern angenommen.
Chili schätzt mich inzwischen, weil er weiß, das ich gute Weideplätze kenne, wenn wir unterwegs sind. Ich mache kleine Pausen beim Ausreiten, steige ab und lasse ihn eine Weile grasen und dann geht es weiter.
Seitdem kommt er freiwillig, wenn ich ihn abhole, sein Schritt ist freudiger und er ist viel aufgeschlossener im Umgang. Er versucht, vorherzuahnen, was ich von ihm möchte und erfüllt mir den Wunsch. Unser Verhältnis hat sich massiv verbessert in den letzten Monaten.
Gestern nach dem Reiten hab ich ihn am Stall angebunden, und ihn noch ein bisschen massiert am Mähnenansatz, wo die ganze Muskulatur entlang läuft. Das mag er gern und er entspannt sehr schnell dabei. Dabei strahlen die Pferde ja sehr viel aus, für ihre Herde und die anderen kamen an die Stalltür, sie standen im Offenstall und warteten darauf, das jemand sie auf die Weide bringt. Sie stellten sich ganz nah zu uns und alle machten die Augen halb zu, so
Als ich aufhörte, durchzuckte Chili etwas, er wachte aus seinem Entspannungsmodus auf und die anderen machten auch die Augen wieder auf. Die Ruhe und Entspanntheit war wie ein Gemeinschaftsgefühl und alle haben es sehr genossen.
Selbst unsere Jüngste, die wegen einer Verletzung in einer Einzelbox stehen muss, hat in dieser Zeit den Kopf gesenkt und entspannt. Das alles zu beobachten und zu erleben, hat mir das erste Mal das Gefühl gegeben, Teil der Herde sein zu können.

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