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Bleibt Dein Pferd gelassen, wenn ein anderes Pferd in Sichtweite angaloppiert?

 Wieder mal ein Ausritt, bei dem ich dankbar bin, bei einem eher phlegmatischen Pferd, was nicht gerne rennt, gelandet zu sein.

Kennst Du das? Du bist alleine mit Deinem Pferd unterwegs und vor Dir ein Stückchen weiter taucht ein weiteres Pferd mit Reiter auf dem Weg auf und reitet so vor Euch her. Noch in Sichtweite beginnt das andere Pferd zu galoppieren und entfernt sich schnell aus Eurem Sichtfeld. 

Hast Du jetzt alle Hände voll zu tun, Dein Pferd im Schritt zu halten, oder startet Dein Pferd ohne Aufforderung durch, um dem anderen Pferd im Herdentrieb zu folgen?

Diese Szene hatte ich gestern mit Chili, das vor uns reitende Pferd startete zum Galopp und Chili wartete sichtlich angespannt, ob er das Zeichen zum Angaloppieren bekommt. Da er etwas unsicher wirkte, ließ ich ihn gezielt anhalten, und so lange stehen, bis das andere Pferd außer Sichtweite war. Dann hab ich ihn für seine Geduld und Gehorsam gelobt und ihn weiter gehen lassen. Er hat noch nicht mal den Schritt verschnellert, sondern schien froh, das er nicht rennen musste.

Er lässt sich auch bei Fuchsjagden noch regeln, wenn ein Feld von Pferden weggaloppiert, allerdings dann nicht mehr ganz so lässig. Aber er ist händelbar. 

In der Vergangenheit habe ich ganz andere Szenen erlebt und hatte das Gefühl, völliger Hilflosigkeit, auf einem Pferd, was seinem Urtrieb folgt.

Danke Chili, für das was Du bist.

Lieber ein Pferd treiben, als ständig auf der Bremse stehen müssen. Das hat schon Jean-Claude Disly gesagt , der Mann, der das Westernreiten nach Deutschland brachte.

Deshalb sind mir phlegmatische Pferde wesentlich lieber und ich kann nicht verstehen, warum alle solche Feuerstühle unterm Hintern haben wollen, die im Notfall nicht händelbar sind und eine Gefahr für sich und den Reiter darstellen.


 


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