Wenn man nur das Ausreitgelände zur Verfügung hat, also keine Halle und keinen Reitplatz, wird man wetterfest.
Im ersten Jahr hab ich mich von einem regnerischen oder windigen Tag abhalten lassen, mit dem Pferd ins Gelände zu gehen. Zu nass oder zu windig.
Mittlerweile habe ich meine Kleidung dermaßen angepasst, das nur noch wenige Wetterbedingungen mich davon abhalten, einen Ausritt mit meinem Herzenspferd zu machen.
Gestern war es recht windig, die ersten Herbststürme ziehen auf und Pferde sind bei Wind immer etwas übermütig oder ängstlich. Bei Chili hält es sich im Rahmen und man kann ihn durchaus reiten, wenn man im Hinterkopf behält, das Äste oder schlimmstenfalls ganze Bäume runterstürzen können.
Der Wald hat in den letzten Jahren unter Trockenheit gelitten und es liegen immer wieder Tannen quer über den Wander und Reitwegen.
Gestern war es jedoch im Wald recht ruhig, auf den Feldern wehte ein starker Wind und Chili und ich sind mit dem Wind um die Wette geritten. Es war einfach herrlich. Wenn der Wind ihm in die Mähne fährt und er seine Nüstern aufbläht und mit mir die Bergwege hochgaloppiert, könnte ich jubeln vor Glück. Freiheit auf dem Rücken des Pferdes ist ein bisschen wie selber fliegen.

Kommentare
Kommentar veröffentlichen