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Wir erobern und erkunden das weitläufige Gelände

 Das erste gemeinsame Frühjahr und wärmere Temperaturen im März des nächsten Jahres haben mich mutiger gemacht und ich habe beschlossen, mit dem Pferd neue Reitstrecken zu erkunden. Also machen wir uns auf und reiten eine für mich absolut noch unbekannte Strecke. 


Dazu müssen wir eine Straße überqueren und ich steige vorsichtshalber lieber ab, weil ich noch nicht so genau einschätzen kann, wie sicher Chili im Straßenverkehr ist, wenn ich auf seinem Rücken sitze. Er hat so eine bequeme Höhe, das mir das Auf-und Absteigen nicht schwer fällt. Auch das ist für mich ein sehr guter Grund, ein Quarterhorse zu reiten. Sie sind in jeder Situation handlich und überschaubar. Auch wenn es mal einen steileren Abhang runter geht, setzt er einen Fuss vor den anderen und versucht nicht, wie die richtig großen Pferde, möglicherweise in einem Satz da runter zu kommen, oder fängt gar das Rennen an. 

Sie sind die geborenen Geländegänger in allen Lebenslagen. Chili kennt die Gegend, die wir jetzt betreten schon, von den vielen Ausritten mit seiner Besitzerin und geht überall hin. Natürlich verreite ich mich, weil ich noch nicht all die Wege kenne, die mich im Bogen wieder zum Stall zurückführen. 

Nach 2 Stunden kreisen und nicht wirklich wieder den Rückweg finden, steige ich ab, lasse Chili ein paar Minuten grasen. Beruhige mich und meine aufkommende Panik. Dann beschließe ich, auf dem Weg, den ich her gekommen bin, auch wieder zurück zu reiten. Ich sehe keine andere Chance, weil wir vor einem geschlossenen Weidezaun angekommen sind, der uns das Weiterreiten verbietet.

Nach insgesamt 3 Stunden Ritt kommen wir müde aber glücklich wieder am Stall an und sind beide echt geschafft.

Schließlich ist das Ausreitgebiet bergisches Land. Es geht ständig bergauf und bergab und auch als Reiter , der immer mit der Bewegung des Pferdes mitgeht, ist das durchaus anspruchsvoll. Vor allem wenn man noch Stress aufbaut, weil man Angst hat, den Weg nicht mehr zurück zu finden.

Trotzdem möchte ich den Weg kennenlernen und habe mich dann mit einer anderen Reiterin, die auch ihre 3 Familienpferde bei uns im Offenstall stehen hat, verabredet, damit sie mich einmal mitnimmt und mir die neuen Wege zeigen kann.


 


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