Noch einmal verabredeten wir uns zu einem gemeinsamen Ausritt mit der Besitzerin und der Haflingerstute und danach ging das Abenteuer von Chili und mir richtig los.
Wir beide waren ab nun allein unterwegs. Das war ja noch mal was anderes. Bisher lief Chili ja immer schön der Stuge nach und ich musste auch den Weg nicht allein finden. Das war dann ab sofort anders. Doch Chili blieb freundlich, unbeeindruckt von meiner Unsicherheit und absolvierte mit mir seine ihm sehr gut bekannte Ausreitrunde. Die ersten Male saß ich tatsächlich fast nur oben drauf, ohne große Einwirkung aufs Tempo, oder den Weg.
Chili trug mich wie ein Fremdenführer durch den Wald, zeigte mir alles, schlug nach einigen Malen auch gern schon mal einen anderen Weg vor. Ich ließ ihn gehen und so lernte ich nach und nach mehr von der Gegend kennen.
Wir trafen Wildschweine im Wald, zum Glück hörten wir sie nur grunzen und zanken, Chili spitzte zwar die Ohren, machte aber keine Anstalten davon beeindruckt zu sein.
Ich fühlte mich von mal zu mal sicherer auf seinem Rücken. Das Einzige was an Chili anders war, als an anderen Pferden, er ignorierte mich eigentlich beim putzen und bei allem rund um das reiten herum. Er war distanziert und ich hatte den Eindruck, er wollte mich nicht näher kennenlernen. Das wollte ich ändern.

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